Zwei Schwestern und der Traum vom Glück in der Fremde
Deutschland im 18.Jahrhundert. Die beiden Schwestern
Christina und Eleonora könnten unterschiedlicher nicht sein: Christina ist temperamentvoll
und stets auf ihren Vorteil bedacht - ganz anders als die zurückhaltende junge
Witwe Eleonora. Beide folgen dem Ruf der Zarin Katharina, in Russland ein neues
Leben zu beginnen und in den Weiten des russischen Reiches ihr Glück zu finden.
Doch die Wirklichkeit erweist sich als sehr viel rauer und grausamer, als es
sich die beiden Schwestern in ihren Träumen ausgemalt haben …
Der Leser begleitet nicht nur Christina und Eleonora auf
ihrer langen Reise: Da sind auch noch die alkoholkranke Marliese, ihre
zwielichtige Tochter Hermine und ihr tatkräftiger Sohn Bernhard, die ihr
grausames Familiengeheimnis mit in die neue Heimat nehmen; da ist die von
Narben entstellte Anja, die zum Auswandern einen Ehemann braucht, und da sind
der schwachsinnige Alfons, die beiden Knechte Matthias und Franz und das junge
Elternpaar Veronica und Adam mit dem Säugling Frieda … Sie alle sind vom
Russlandfieber gepackt und nehmen die beschwerliche Reise aus Hessen nach
Lübeck, über die Ostsee bis St. Petersburg und an die Wolga mit großer Hoffnung
im Herzen auf sich. Für die einen der Alptraum ihres Lebens – für die anderen vielleicht
die Erfüllung aller Wünsche …
Dieser Roman ist in mehrfacher Hinsicht etwas ganz Besonderes
für mich: Es ist mein erster Titel, der als Premierentitel im Hardcover bei
Weltbild erscheint, bevor Drömer-Knaur im Juli 2013 die Taschenbuchausgabe - mit anderem Cover, aber gleichem Titel - veröffentlicht. Seit Mitte November
2012 ist der Roman bei Weltbild als gebundene Ausgabe und als E-Book erhältlich.
Hinweis: In den Filialen und online kann jeder bei Weltbild ohne weitere Verpflichtung seine Bücher kaufen. Weltbild ist kein Buchclub!
Historischer Hintergrund: Zwischen den Jahren 1763 und 1772 wanderten über 30.000
Menschen in Russland ein, der überwiegende Teil erreichte 1766/1767 seine
Zielorte. Die größte Gruppe davon, über 26.000 Kolonisten, wurde in die Gegend
um Saratow geschickt. Auf dem monatelangen Weg dorthin starben mehr als
3.000 Menschen, sodass sich schließlich rund 23.000 Bewohner in den 104
Kolonien niederließen, die an der mittleren Wolga
gegründet wurden.
Soziale Unzufriedenheit und drückende wirtschaftliche Not waren die
häufigsten Beweggründe für die Deutschen, die Heimat zu verlassen. Sie folgten
der Einladung der Zarin Katharina II., die in ihrem Manifest von Juli 1763
allen Einreisewilligen Befreiung von Abgaben und Diensten versprochen hatte,
außerdem Religionsfreiheit, persönliche Unabhängigkeit, großzügige Kredite und
Land.
Holland um 1630. Der Tulpenwahn steht vor seinem
Höhepunkt. Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Mareikje fast mittellos zurück. Die
Hochzeit mit dem reichen Kaufmannssohn Antonius könnte ihr Sicherheit geben.
Aber Mareikjes ganze Liebe gilt dem Maler Wim. Da finden sich im Nachlass ihres
Vaters einige Tulpenzwiebeln ... Vor dem Hintergrund der großen Tulpomanie spielt
der Roman "Die Tulpenkönigin", den ich gemeinsam mit Hendrik Gruner unter dem Pseudonym Enie van Aanthuis geschrieben habe und
der im April 2007 bei Rowohlt erschienen ist.
"Was für eine süße Geschichte! Mit 19 Jahren kämpft Mareikje um ihr
Recht auf Liebe und gegen eine Vernunftehe. Es sieht nicht gut aus - bis
sie ein paar Tulpenzwiebeln findet ... Unbedingt lesen, danach betrachten nicht nur Blumenfans
jeden bunten Tulpenstrauß mit ganz neuer Begeisterung."
- Woman, 20. März 2007